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Phishing-Angriffe erkennen: So schulen Sie Ihre Mitarbeiter
IT-Security
7 Min. Lesezeit 12. Januar 2025

Phishing-Angriffe erkennen: So schulen Sie Ihre Mitarbeiter

Schlund Networks Team

IT-Experten aus München & Frankfurt

"Ihr Konto wurde gesperrt – klicken Sie hier zur Verifizierung." Solche E-Mails landen täglich in Postfächern von Unternehmen in München, Frankfurt und deutschlandweit. Phishing ist die häufigste Angriffsmethode auf Unternehmen. Wir zeigen, wie Sie und Ihre Mitarbeiter Phishing erkennen.

Warum Phishing so gefährlich ist

Phishing-E-Mails werden immer raffinierter. Die Zeiten von schlecht übersetzten Texten mit offensichtlichen Rechtschreibfehlern sind vorbei. Moderne Phishing-Mails sind:

  • Perfekt formuliert und oft in einwandfreiem Deutsch
  • Optisch kaum von echten E-Mails zu unterscheiden
  • Personalisiert mit echten Namen und Firmendaten
  • Zeitlich abgestimmt (z.B. während typischer Arbeitszeiten)

Selbst erfahrene IT-Experten fallen gelegentlich auf gut gemachtes Phishing herein. Umso wichtiger ist ein umfassendes Sicherheitskonzept, das technische und menschliche Faktoren berücksichtigt.

Die 7 wichtigsten Erkennungsmerkmale

1. Absenderadresse prüfen

Der Name mag "Microsoft Support" sein, aber die E-Mail-Adresse lautet support@micros0ft-help.com? Rote Flagge! Immer die vollständige Absenderadresse prüfen, nicht nur den angezeigten Namen.

Typische Tricks:

  • Buchstaben durch ähnlich aussehende Zeichen ersetzen (0 statt o)
  • Zusätzliche Wörter hinzufügen (support-microsoft.com)
  • Subdomains missbrauchen (microsoft.phishing-domain.com)

2. Links vor dem Klicken prüfen

Fahren Sie mit der Maus über einen Link (ohne zu klicken), um die tatsächliche Zieladresse zu sehen. Stimmt sie mit dem angezeigten Text überein? Bei Zweifeln: Link manuell im Browser eingeben.

3. Dringlichkeit hinterfragen

"Handeln Sie JETZT oder Ihr Konto wird gelöscht!" Phishing-E-Mails erzeugen künstlichen Zeitdruck, um vorschnelles Handeln zu provozieren. Seriöse Unternehmen geben Ihnen Zeit zum Reagieren.

4. Ungewöhnliche Anfragen

Ihre Bank fragt per E-Mail nach PIN und TAN? Der IT-Support braucht Ihr Passwort? Niemals. Seriöse Unternehmen fragen solche Daten nicht per E-Mail ab.

5. Anhänge mit Vorsicht

Unerwartete Anhänge sind grundsätzlich verdächtig. Besonders gefährlich:

  • .exe, .scr, .bat – Ausführbare Dateien
  • .docm, .xlsm – Office-Dateien mit Makros
  • .zip, .rar mit Passwortschutz – umgehen Virenscanner

6. Unpersönliche Anrede

"Sehr geehrter Kunde" statt Ihres Namens? Bei Unternehmen, mit denen Sie in Geschäftsbeziehung stehen, sollten Sie mit Namen angesprochen werden.

7. Fehlerhafte URLs

Die E-Mail sieht professionell aus, aber die verlinkte Website hat keine HTTPS-Verschlüsselung oder ein merkwürdiges Design? Finger weg!

Spezielle Phishing-Varianten

Spear Phishing

Gezielte Angriffe auf bestimmte Personen. Der Angreifer hat recherchiert und kennt Namen, Position und aktuelle Projekte. Die E-Mail wirkt dadurch besonders glaubwürdig.

CEO Fraud / Business E-Mail Compromise

Die vermeintliche E-Mail vom Chef bittet um dringende Überweisung. Der Absender ist gefälscht oder das echte E-Mail-Konto wurde gehackt. Besonders gefährlich, weil Mitarbeiter Anweisungen "von oben" selten hinterfragen.

Voice Phishing (Vishing)

Anrufer geben sich als IT-Support oder Microsoft aus und versuchen, Zugangsdaten zu erfragen. Oft in Kombination mit einer vorherigen Phishing-E-Mail.

Effektive Mitarbeiterschulungen

Einmalige Schulungen reichen nicht aus. Effektive Sensibilisierung erfordert:

Regelmäßige Awareness-Trainings

Mindestens vierteljährlich sollten Sicherheitsschulungen stattfinden. Kurz (15-30 Minuten) und praxisnah mit aktuellen Beispielen.

Phishing-Simulationen

Testen Sie Ihre Mitarbeiter mit simulierten Phishing-E-Mails. Wer klickt, erhält sofort eine Schulung. Das ist effektiver als jede theoretische Präsentation.

Klare Meldewege

Mitarbeiter müssen wissen, an wen sie verdächtige E-Mails melden können. Ein einfacher "Phishing melden"-Button im E-Mail-Programm senkt die Hemmschwelle.

Positive Fehlerkultur

Niemand sollte Angst haben, einen Phishing-Klick zu melden. Schnelle Meldung ermöglicht schnelle Reaktion und begrenzt den Schaden.

Technische Schutzmaßnahmen

Mitarbeiterschulung allein reicht nicht. Ergänzen Sie mit technischen Maßnahmen:

  • E-Mail-Gateway: Filtert Phishing-E-Mails, bevor sie ankommen
  • Sandboxing: Öffnet verdächtige Anhänge in sicherer Umgebung
  • DMARC/SPF/DKIM: Authentifiziert E-Mail-Absender
  • URL-Filtering: Blockiert bekannte Phishing-Websites
  • MFA: Selbst bei gestohlenem Passwort kein Zugriff

Unser Security-Team implementiert diese Maßnahmen für Unternehmen in München, Frankfurt und Umgebung.

Was tun bei einem Phishing-Vorfall?

  1. Passwort sofort ändern (von einem sicheren Gerät aus)
  2. IT-Abteilung informieren
  3. Konten auf verdächtige Aktivitäten prüfen
  4. Bei Finanzbetrug: Bank kontaktieren
  5. Vorfall dokumentieren

"Der beste Schutz gegen Phishing ist eine Kombination aus geschulten Mitarbeitern und moderner Technik. Keines allein reicht aus."

Unser Schulungsangebot

Als IT-Dienstleister in München und Frankfurt bieten wir umfassende Security-Awareness-Programme an:

  • Interaktive Präsenzschulungen
  • Online-Trainingsmodule
  • Regelmäßige Phishing-Simulationen
  • Auswertung und Reporting
  • Individuelle Anpassung an Ihre Branche

Wie Phishing-resistent ist Ihr Team? Kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung. Gemeinsam machen wir Ihre Mitarbeiter zur ersten Verteidigungslinie.

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