Ein Klick auf den falschen E-Mail-Anhang – und plötzlich sind alle Unternehmensdaten verschlüsselt. Ransomware-Angriffe treffen Unternehmen in München, Frankfurt und ganz Deutschland mit erschreckender Regelmäßigkeit. Die gute Nachricht: Mit den richtigen Maßnahmen können Sie sich schützen.
Die Bedrohungslage 2025
Ransomware ist längst kein Problem mehr, das nur Großkonzerne betrifft. Im Gegenteil: Mittelständische Unternehmen sind besonders gefährdet, weil sie oft weniger in IT-Sicherheit investieren, aber dennoch lohnenswerte Ziele sind.
Die Angreifer werden immer professioneller. Moderne Ransomware-Gruppen arbeiten wie Unternehmen – mit Helpdesks, Verhandlungsteams und sogar "Kundenservice". Das Lösegeld liegt typischerweise zwischen 10.000 und mehreren Millionen Euro, abhängig von der Unternehmensgröße.
Die 10 wichtigsten Schutzmaßnahmen
1. Backup nach der 3-2-1-Regel
Die wichtigste Verteidigung gegen Ransomware ist ein solides Backup-Konzept. Die 3-2-1-Regel besagt:
- 3 Kopien Ihrer Daten
- 2 verschiedene Speichermedien
- 1 Kopie außerhalb des Unternehmens (offline oder Cloud)
Kritisch: Die externe Kopie muss vom Netzwerk getrennt sein. Sonst verschlüsselt die Ransomware auch Ihr Backup.
2. E-Mail-Security auf Enterprise-Niveau
90% aller Ransomware-Angriffe beginnen mit einer Phishing-E-Mail. Investieren Sie in:
- Spam- und Malware-Filter mit KI-Erkennung
- Sandboxing für verdächtige Anhänge
- URL-Rewriting und Klick-Schutz
- DMARC, SPF und DKIM für E-Mail-Authentifizierung
3. Endpoint Detection and Response (EDR)
Klassische Antivirenprogramme reichen nicht mehr aus. EDR-Lösungen überwachen das Verhalten von Programmen und können Ransomware erkennen, bevor sie zuschlägt. Bei verdächtigen Aktivitäten wird der Rechner automatisch isoliert.
4. Netzwerksegmentierung
Wenn Ransomware ins Netzwerk gelangt, sollte sie sich nicht ungehindert ausbreiten können. Segmentieren Sie Ihr Netzwerk in verschiedene Bereiche:
- Verwaltung getrennt von Produktion
- Server getrennt von Clients
- IoT-Geräte in eigenem VLAN
Unsere Experten für IT-Infrastruktur helfen Ihnen bei der Umsetzung.
5. Patch-Management automatisieren
Ungepatchte Systeme sind offene Türen für Angreifer. Automatisieren Sie Updates für:
- Betriebssysteme (Windows, Linux, macOS)
- Anwendungen (Office, Browser, PDF-Reader)
- Firmware (Router, Switches, Firewalls)
Kritische Sicherheitsupdates sollten innerhalb von 24-48 Stunden eingespielt werden.
6. Prinzip der geringsten Rechte
Jeder Benutzer sollte nur die Rechte haben, die er für seine Arbeit benötigt. Keine lokalen Admin-Rechte, kein Vollzugriff auf Netzlaufwerke. Je weniger Rechte der kompromittierte Account hat, desto weniger Schaden kann die Ransomware anrichten.
7. Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA)
Passwörter allein sind nicht mehr sicher genug. MFA sollte aktiviert sein für:
- Alle Remote-Zugänge (VPN, RDP)
- E-Mail-Konten
- Administrative Konten
- Cloud-Dienste
8. Mitarbeiterschulungen
Der Mensch bleibt die größte Schwachstelle. Regelmäßige Security-Schulungen sensibilisieren Ihre Mitarbeiter für:
- Erkennung von Phishing-E-Mails
- Umgang mit verdächtigen Anhängen
- Meldewege bei Sicherheitsvorfällen
- Sichere Passwortpraktiken
9. Incident Response Plan
Was tun Sie, wenn trotz aller Maßnahmen ein Angriff erfolgreich ist? Ein Incident Response Plan definiert:
- Wer muss informiert werden?
- Welche Systeme werden zuerst isoliert?
- Wie werden Backups wiederhergestellt?
- Wer kommuniziert mit Kunden und Behörden?
10. Regelmäßige Security Audits
Lassen Sie Ihre Sicherheitsmaßnahmen regelmäßig von Experten überprüfen. Penetrationstests decken Schwachstellen auf, bevor Angreifer sie finden. Wir bieten umfassende Security-Audits für Unternehmen in München und Frankfurt an.
Was tun bei einem Angriff?
Sollte es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem Ransomware-Angriff kommen:
- Sofort isolieren: Betroffene Systeme vom Netzwerk trennen
- Nicht bezahlen: Lösegeldzahlung finanziert weitere Angriffe
- Behörden informieren: BSI, LKA Cybercrime
- Experten hinzuziehen: Forensik und Wiederherstellung sind komplex
- Aus Backups wiederherstellen: Nur saubere Backups verwenden
"Die Frage ist nicht, ob Ihr Unternehmen angegriffen wird, sondern wann. Vorbereitung ist der beste Schutz."
Investition in Sicherheit zahlt sich aus
Ein Ransomware-Angriff kostet im Durchschnitt 200.000 Euro an direkten Kosten – ohne Berücksichtigung von Reputationsschäden und Produktionsausfällen. Dagegen ist die Investition in präventive Maßnahmen verschwindend gering.
Als IT-Security-Experten in München und Frankfurt kennen wir die Bedrohungslage und die effektivsten Gegenmaßnahmen. Wir analysieren Ihre aktuelle Situation und entwickeln ein Sicherheitskonzept, das zu Ihrem Unternehmen passt.
Wie sicher ist Ihre IT? Kontaktieren Sie uns für ein kostenloses Erstgespräch. Gemeinsam machen wir Ihr Unternehmen widerstandsfähig gegen Ransomware.