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WLAN-Planung im Büro: Tipps für optimale Abdeckung
IT-Infrastruktur
6 Min. Lesezeit 11. Januar 2025

WLAN-Planung im Büro: Tipps für optimale Abdeckung

Schlund Networks Team

IT-Experten aus München & Frankfurt

Langsames WLAN, Funklöcher im Konferenzraum, ständige Verbindungsabbrüche – kennen Sie das? Die Ursache liegt fast immer in mangelhafter Planung. Wir zeigen, wie professionelle WLAN-Planung aussieht.

Warum Heimrouter im Büro scheitern

Viele kleine Unternehmen starten mit einem Consumer-Router. Das funktioniert vielleicht für fünf Mitarbeiter in einem Raum, aber nicht mehr für:

  • Größere Büroflächen mit mehreren Räumen
  • Mehr als 10-15 gleichzeitige Geräte
  • Bandbreiten-intensive Anwendungen (Video, Cloud)
  • Gastnetze und BYOD-Szenarien

Business-WLAN braucht professionelle IT-Infrastruktur – und das beginnt mit der richtigen Planung.

Die Grundlagen der WLAN-Planung

Frequenzbänder verstehen

Moderne Access Points nutzen zwei Frequenzbänder:

  • 2,4 GHz: Höhere Reichweite, durchdringt Wände besser, aber langsamer und oft überlastet
  • 5 GHz: Schneller, weniger Interferenzen, aber geringere Reichweite
  • 6 GHz (WiFi 6E): Noch schneller, sehr sauber, aber kürzeste Reichweite

Kanäle richtig wählen

Im 2,4-GHz-Band gibt es nur drei nicht überlappende Kanäle: 1, 6 und 11. Alle anderen verursachen Interferenzen. Im 5-GHz-Band haben Sie deutlich mehr Spielraum.

Signalstärke und Rauschpegel

Für zuverlässiges WLAN brauchen Sie mindestens -67 dBm Signalstärke bei einem Signal-Rausch-Abstand von 25 dB oder besser. Das lässt sich nur mit einer professionellen Site Survey messen.

Schritt-für-Schritt zur optimalen Planung

1. Anforderungsanalyse

Bevor Sie Hardware kaufen, klären Sie:

  • Wie viele Geräte werden gleichzeitig verbunden sein?
  • Welche Anwendungen werden genutzt? (E-Mail vs. Video vs. VoIP)
  • Brauchen Sie ein Gastnetz?
  • Gibt es Bereiche mit besonderen Anforderungen (Konferenzräume)?
  • Müssen IoT-Geräte separiert werden?

2. Site Survey durchführen

Eine professionelle Site Survey analysiert:

  • Gebäudestruktur und Materialen (Beton dämpft stärker als Gipskarton)
  • Vorhandene Funkstörer (andere WLANs, Mikrowellen, Bluetooth)
  • Optimale Positionen für Access Points
  • Notwendige Anzahl von APs

Mit speziellen Tools (Ekahau, NetSpot) erstellen wir Heatmaps, die genau zeigen, wo Signalstärke und -qualität optimal sind.

3. Design erstellen

Basierend auf der Survey entsteht ein WLAN-Design mit:

  • Anzahl und Position aller Access Points
  • Kanalplanung für minimale Interferenzen
  • Sendeleistungseinstellungen
  • SSID-Struktur (Mitarbeiter, Gäste, IoT)
  • Sicherheitskonzept

4. Hardware auswählen

Für Business-WLAN empfehlen wir Enterprise-Access-Points von:

  • Cisco Meraki: Cloud-managed, einfache Verwaltung
  • Aruba (HPE): Leistungsstark, gute Controller-Optionen
  • Ubiquiti UniFi: Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Ruckus: Exzellente Performance in schwierigen Umgebungen

5. Installation und Konfiguration

Die Installation umfasst:

  • Strukturierte Verkabelung zu jedem AP-Standort (idealerweise PoE)
  • Montage der Access Points (meist Decke)
  • Konfiguration des WLAN-Controllers
  • Einrichtung von VLANs für Netztrennung
  • Integration in das Sicherheitskonzept

Typische Fehler vermeiden

  • Zu wenige APs: Lieber mehr APs mit geringerer Leistung als wenige mit Maximalleistung
  • Falsche Platzierung: APs gehören an die Decke, nicht in den Schrank
  • Fehlende Netztrennung: Gäste und IoT sollten isoliert sein
  • Keine Redundanz: Fällt der Controller aus, fällt das WLAN
  • Veraltete Standards: WiFi 6 sollte heute Minimum sein

WLAN-Sicherheit nicht vergessen

Ein offenes WLAN ist eine Einladung für Angreifer. Implementieren Sie:

  • WPA3-Enterprise: Authentifizierung per RADIUS
  • 802.1X: Geräte- und Benutzerauthentifizierung
  • Captive Portal: Für Gastnetze mit Nutzungsbedingungen
  • Client Isolation: Gäste können sich nicht gegenseitig sehen
  • Monitoring: Verdächtige Aktivitäten erkennen

Mehr zum Thema WLAN-Sicherheit finden Sie in unseren Security-Services.

Monitoring und Wartung

Nach der Installation ist die Arbeit nicht vorbei. Für optimale Performance:

  • Regelmäßige Analyse der Nutzungsdaten
  • Firmware-Updates zeitnah einspielen
  • Kanalplanung bei Veränderungen anpassen
  • Neue Störquellen identifizieren und beseitigen

Unser Managed Services Team übernimmt das proaktive WLAN-Monitoring für Sie.

Fazit

Professionelles WLAN ist keine Hexerei, aber es erfordert Fachwissen und die richtigen Tools. Eine einmalige Investition in gute Planung spart jahrelangen Ärger mit schlechter Connectivity.

"WLAN-Probleme sind in 90% der Fälle Planungsprobleme. Mit der richtigen Vorbereitung läuft alles reibungslos."

Funklöcher im Büro? Unsere Netzwerk-Experten in München und Frankfurt führen eine professionelle Site Survey durch und optimieren Ihr WLAN. Kontaktieren Sie uns für einen Termin.

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